Wichtige Information zur Berufshaftpflichtversicherung

Neben dem Krankenhausträger haften Sie als Ärztin oder Arzt für eigenes Verschulden immer auch persönlich und müssen für den Schaden grundsätzlich mit Ihrem Privatvermögen eintreten. Wer nicht selbst haftpflichtversichert ist, dessen individuelles Haftungsrisiko, hängt ganz entscheidend vom Versicherungsschutz des Arbeitsgebers ab. Der Arbeitgeber kann dabei selbst festlegen, welchen Umfang er für ausreichend erachtet.

Unsere Erfahrung zeigt, dass in vielen Fällen der Versicherungsschutz über den Arbeitgeber nicht ausreichend bekannt ist. Wir empfehlen deshalb dringend, eine Bestätigung des Arbeitsgebers zur Berufshaftpflichtversicherung anzufordern. (Formular: Versicherungsbestaetigung Arbeitgeber).

Die ausgefüllte Bestätigung lassen Sie uns bitte zukommen, damit wir den Umfang des Versicherungsschutzes prüfen können und Hinweise zu evtl. Ergänzungen geben können.

 

Ein aktuelles Beispiel: Die Regelung zum Haftungsregress in der Charité

Der Versicherungsschutz der Charité umfasst Schäden, die während der Ausübung dienstlicher Tätigkeiten Dritten zugefügt werden. Für jeden Sach- und Vermögensschaden ist eine Selbstbeteiligung von max. 10.000 EUR und für jeden Personenschaden sogar eine Selbstbeteiligung von max. 50.000 EUR vereinbart.

Die Charité hat in Höhe dieser Selbstbehalte die Möglichkeit die Schadenverursacher in Regress zu nehmen, wenn diese den Schaden vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht haben.

Um für die Ärzteschaft im Schadenfall das doch erhebliche Kostenrisiko zu minimieren, ist der Marburger Bund mit der Deutschen Ärzteversicherung in Verhandlungen getreten.

Das Ergebnis ist eine Ergänzungsdeckung, exklusiv für Marburger Bund Mitglieder.

Durch die stetige Zunahme von Klagefällen steigt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit in Regress genommen zu werden. Nutzen Sie als Marburger Bund Mitglied die Möglichkeit, sich zusätzlich gegen Haftpflichtansprüche abzusichern.

Ein individuelles Angebot können Sie gern beim WVD online anfordern.

Bitte leiten Sie diese Information unbedingt an Ihre Kollegen weiter! Vielen Dank!


Verbesserungen in der Arzt-Haftpflichtversicherung

Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet ab 1. April 2016 erhebliche Verbesserungen in der Berufs- und Privat-Haftpflichtversicherung an: So z. B. die kostenfreie Erhöhung der Versicherungssummen auf 15 Mio. EURO für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, Einschluss aller im Haushalt lebenden oder beschäftigten Personen, Schäden, die durch Teilnahme am fachpraktischen Unterricht (für Medizinstudenten) entstehen können, Obdachlosen- und Flüchtlingsbetreuung, Einschluss der Telemedizin und aller in der Praxis ständig oder zeitweilig tätigen Personen. Das bisher nur im sog. Plus-Paket versicherte Forderungsausfallrisiko ist jetzt ebenfalls kostenfrei mitversichert. Zudem sind der Besitz und Gebrauch von Pedelecs und/oder E-Bikes bis 25 km/h mitversichert.  Wir erläutern Ihnen gern die weiteren Vorteile der neuen Haftpflichtbedingungen.


Altersvorsorge an die Elternzeit anpassen

Mehr Zeit für die Kinder bedeutet in der Regel weniger Geld für die Familie. So kann es vielleicht erforderlich sein, die privaten Lebens- und Rentenver-sicherungen an die veränderte Situation anzupassen. Das kann z. B. durch Beitragsfreistellungen, durch Stundung der Beiträge, durch Herabsetzung der Versicherungssummen oder durch die Verrechnung der Überschüsse mit den Beiträgen geschehen. Wenn nach der Elternzeit wieder das ungekürzte Familieneinkommen zur Verfügung steht, sollte die private Altersvorsorge mit einer entsprechenden  Einmalzahlung aufgestockt werden, um die ehemals vereinbarten Leistungen wieder zu erlangen. Wir klären gern in einem persönlichen Gespräch, welche der oben angeführten Möglichkeiten für Ihre Policen in Frage kommen.


Instandhaltungsrücklagen auch bei Neubauten

Bei jeder Immobilie ist – unabhängig davon, ob eigengenutzt oder vermietet –  mit Instandhaltungsaufwendungen zu rechnen. Bei Eigentümergemein-schaften ist die Instandhaltungsrücklage häufig vertraglich geregelt. Bei Neubauten könnte die Tendenz bestehen, zunächst keine oder nur eine sehr geringe Rücklage anzusetzen, weil anfänglich Gewährleistungsansprüche gelten. Da der Instandsetzungsbedarf jedoch mittel- oder langfristig weit größer ist als oft angenommen, sollte eine Rücklage bereits von Anfang an gebildet werden. Zudem sind zukünftige Preissteigerungen oder aber auch Aufwendungen für z. B. energiesparende Sanierungsmaßnahmen mit zu berücksichtigen. Die anzusparende Rücklage basiert auf dem Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit der Immobilie und liegt zwischen 7.00 und 11.00 EURO per qm Wohnfläche je Jahr.  In welcher Form und über welchen Zeitraum  – z. B. durch attraktive Fondssparverträge –  Rücklagen gebildet werden können, erläutern wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch


Policen-Check kann bares Geld sparen

Versicherungsunternehmen sind generell nicht verpflichtet, seine Kunden  über bessere Tarife zu informieren oder Konditionen anzupassen. So kann es sein, dass Verträge jahrelang nicht überprüft wurden und u. U. für überteuerte oder unnötige Policen gezahlt wird. Wir übernehmen gern diese Aufgabe und überprüfen kostenlos Ihre Verträge.


Kombi-Police für Hausrat und Kunst

Kunstwerke – dazu gehören z. B. auch antike Möbel, Schmuck und edle Teppiche – sind in der normalen Hausratversicherung nur bis zu einer relativ niedrigen Summe versichert. Daher bieten manche Versicherer jetzt sog. Kombi-Policen an, mit denen Kunst und Hausrat gleichermaßen geschützt sind. Im Schadensfall hat dann der Versicherte es nur mit einer Gesellschaft  zu tun und muss die Schäden nicht für unterschiedliche Versicherer dokumentieren. Bedenken Sie bitte, dass bei der derzeit empfohlenen  Versicherungssumme von 700 EURO/qm wertvolle Kunstgegenstände nicht ausreichend versichert sind. Wir prüfen gern Ihre Police.


BU-Versicherung für Studenten

Eine gute Berufsunfähigkeits-Versicherung für Studenten muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen und sollte zudem in jungen Jahren abgeschlossen werden, weil man dann üblicherweise die obligatorische Gesundheitsprüfung meist mit Bravour besteht.  Wichtig ist z. B.,  dass der Versicherte seine Rente bekommt, sobald feststeht, dass er den angestrebten Beruf nicht mehr ausüben oder sein Studium nicht mehr fortsetzen kann. Außerdem dürfen die Policen keine sog. Verweisungsklausel enthalten, die den Kunden trotz seiner Invalidität verpflichtet, eine alternative Tätigkeit aufzunehmen. Ebenso ist eine Nachversicherungsgarantie  ohne erneute Gesundheitsprüfung wichtig, da Studierende üblicherweise nur Verträge abschließen können, die eine maximale Rente von 1 000 EURO vorsehen. Die von uns angebotenen Produkte erfüllen die o. a. Kriterien,  sind darüber hinaus  in ihrer Vertragsgestaltung sehr flexibel und sind schon für ca. 30 EURO Monatsprämie zu haben.   


Summen aus Risikolebensversicherung sind steuerpflichtig

Wer eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hat, deren Summe den steuerlichen Freibetrag von z. B. 20 000 EURO bei nicht verheirateten Paaren übersteigt, sollte schnellstmöglich durch uns prüfen lassen, ob nicht der Fiskus beim Ableben der versicherten Person beteiligt werden muss. Denn bei bestimmten Konstellationen der Bezugsberechtigung können die Summen, oberhalb des o. e. Freibetrages der Erbschaftssteuerpflicht mit bis zu 30 % unterliegen. Die evtl. notwendige Umstellung der Verträge übernehmen wir gern für Sie, eine erneute Gesundheitsprüfung ist in der Regel nicht erforderlich.


BU-Versicherung ist eine Grundlage der Altersvorsorge

Der Aufbau einer Altersvorsorge sollte nicht vorrangig mit dem Sparen seines Geldes in eine Vermögensanlage beginnen, sondern der Abwehr von Gefahren, also der finanziellen Absicherung im Falle einer  Berufsunfähigkeit dienen. Je jünger und gesünder man ist, desto günstiger ist der Versicherungsschutz. In einem zweiten Schritt kommt nun das Vorsorgen mit einer zusätzlichen soliden Altersvorsorge, entweder kombiniert mit der BU oder separat. Die gute Grundabsicherung über das ärztliche Versorgungswerk ist selbstverständlich vorhanden, die Höhe der Rente wird aber durch  Inflation, Steuern und volle Krankenversicherungspflicht erheblich gemindert. 


Wer bekommt die Erbschaft?

Bei Abschluss oder vielleicht auch während der Laufzeit einer Lebens-/Rentenversicherung muss geklärt sein, was mit dem angesparten Kapital geschehen soll, wenn vor dem vertraglich vereinbarten Auszahlungszeitpunkt der Versicherungsnehmer stirbt. Anspruch auf die Auszahlung der Versicherungssumme hat nur der im Vertrag genannte Bezugsberechtigte, auch wenn er nicht zum Kreis der Erben gehört. Möchte man das ändern, muss die Gesellschaft schriftlich darüber informiert werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Bezugsberechtigung widerruflich erfolgt ist.